Freiburg, den 13.09.2018

Der Deutsche Bundestag stellt im Bundeshaushalt 2018 zusätzliche 30 Millionen Euro für das Denkmalschutz-Sonderprogramm zur Verfügung. Davon könnte auch der Alte Friedhof in Freiburg profitieren. Das Denkmalschutz-Sonderprogramm hat zum Ziel national bedeutsame oder das kulturelle Erbe mitprägende Kulturdenkmäler zu fördern. Der Bundestagsabgeordnete Matern von Marschall wandte sich deshalb in einem Schreiben an die Staatsministerin, Prof. Monika Grütters, MdB, um für die Bundesförderung des Alten Friedhofes in Freiburg zu werben.

Das Land Baden-Württemberg verfügt mit rund 90.000 Kulturdenkmälern sowie wertvollen Orgeln über einen vielfältigen, kulturellen Reichtum. Das Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart reichte bei der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im August dieses Jahres eine Liste mit neun Projekten mit der Bitte um Überprüfung der Förderwürdigkeit der Maßnahmen ein.

Der CDU-Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Freiburg, Matern von Marschall, begrüßt, dass die Restaurierung und Instandsetzung von Grabmalen auf dem Alten Friedhof in Freiburg-Herdern dabei als erste Maßnahme priorisiert genannt wurde: „Der im Jahr 1683 eingerichtete Friedhof ist einer der ältesten noch in seiner Gesamtheit erhaltenen Friedhöfe in Deutschland und Zeugnis von Stadtgeschichte und Stilepochen des 17. und 18. Jahrhunderts zugleich. Aktuell ist jedoch der Erhalt von 90 der ungefähr 1.200 Grabmale stark gefährdet. Jedes einzelne davon stellt ein bedeutsames, kulturelles Erbe dar, welches es zu schützen und zu erhalten gilt“, so von Marschall.

In einem Schreiben an die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Frau Prof. Monika Grütters, MdB, sowie in einem persönlichen Gespräch, warb Matern von Marschall daher aktuell um Unterstützung des Bundes für den Alten Friedhof Freiburg sowie darüber hinaus für die weiteren vorgeschlagenen Objekte aus Baden-Württemberg.

Anlage: 20180912 Schreiben Staatsministerin Prof. Grütters MdB Alter Friedhof Freiburg

Matern von Marschall war während des Gemeindebesuchs in Ihringen gemeinsam mit den örtlichen Gemeinderäten Jürgen Schneider (CDU) und Susanne Bremer (SPD) zu Gast bei Bürgermeister Benedikt Eckerle. Anschließend besuchte der Bundestagsabgeordnete das Unternehmen „Hella Gutmann Solutions GmbH“.

Zu Gast im Ihringer Rathaus

Zum ersten Mal traf sich von Marschall mit dem neu gewählten, 25-jährigen Ihringer Bürgermeister Benedikt Eckerle vor Ort. In diesem Gespräch verwies von Marschall auf den frisch unterzeichneten Koalitionsvertrag: Die Koalitionsverhandlungen, welche „stark länderbasiert geführt wurden“, enthielten auch kommunalpolitische Schwerpunktthemen. Beispielweise sei das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) um eine Milliarde aufgestockt worden. Auch sei viel Geld in das digitale Bürgerportal und die Digitalisierung der Schulen investiert worden. Kommunale Förderprogramme, die für Bürgermeister Eckerle und seine Gemeinde von besonderem Interesse sind, bieten z.B. die Möglichkeit angemessene Schulsanierungen durchzuführen oder Gebäude zu erhalten. Mit neuer Zuversicht verweist Bürgermeister Eckerle auf den nicht so guten Zustand der Schulhalle der Neunlindenschule in Ihringen: „Diese Sporthalle ist ein wichtiger Bestandteil und Mittelpunkt der Gemeinde – sei es für SchülerInnen oder auch für die Vereine, die dort trainieren“. Zudem wurde in der Konversation deutlich, dass Südbaden eine sehr attraktive Region für Menschen  von nah und fern ist. Dabei stellt die wachsende Tourismusbranche die Gemeinde Ihringen auch vor Herausforderungen. Dazu gehört beispielsweise die Zunahme des Straßenverkehrs. Die Gemeinde Ihringen blickt positiv in die Zukunft, steht aber gleichermaßen vor großen Aufgaben. Während des Gesprächs wurden wichtige Zukunftsthemen der Gemeinde angesprochen: Unter anderem die Auswirkungen des Zug- , LKW- und PKW-Verkehrs in der Region Freiburg und vor allem der Ausbau der B 31 West wie auch der Bahnstrecke Freiburg-Colmar, für die sich von Marschall stark machen möchte. Auch die Bürgerinnen und Bürger waren Gegenstand des Gesprächs. Der Europapolitiker ermutigte Bürgermeister Eckerle interkommunal mit den Bürgermeistern der Gemeinden im Umland zusammenzuarbeiten und vor allem Themen, die das deutsch-französische Verhältnis betreffen, zu sammeln, anzusprechen und bei Bedarf zu vertiefen. Anstoß dazu gab Kanzlerin Merkel durch die diesjährige Jahresfeier – 55 Jahre Elysee Vertrag.

Im Anschluss an das Gespräch im Rathaus besichtigte Matern von Marschall gemeinsam mit Bürgermeister Benedikt Eckerle und den örtlichen Gemeinderäten Jürgen Schneider (CDU) und Susanne Bremer (SPD) das Unternehmen „Hella Gutmann Solutions GmbH“, welches im Industriegebiet von Ihringen liegt und Turbos, Abgasreduktionssysteme, AU-Tester und Diagnosegeräte baut. „Der Zusammenschluss von Gutmann Messtechnik mit dem Familienunternehmen HELLA KGaA war im Jahr 2008 die logische Konsequenz zur Ergänzung der beiden Kompetenzfelder“, laut Rolf Kunold, Geschäftsführer der Firma. Bei der Besichtigung erörterten die Politiker mit ihm und Produkt Manager, Fabian Bierenstiel, die aktuellen Herausforderungen. Wie bei vielen weiteren Unternehmensbesuchen wurde auch bei „Hella Gutmann Solutions GmbH“ deutlich, dass es immer schwieriger wird, junge Menschen für einen Ausbildungsberuf zu begeistern. Von Marschall möchte sich dafür einsetzen, „dass unsere Region hier in Südbaden weiterhin attraktiv ist und bleibt“.

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Ein Jahr im Bundestag

Die Badische Zeitung berichtete unter dem Titel “Matern von Marschall über Krisen, Bewegendes und sein Jahr in Berlin” über mein ersten Jahr als Abgeordneter im Deutschen Bundestag.

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