Vom 01. April bis zum 12. April wurde mir von Herrn von Marschall und seinem Team die einmalige Möglichkeit geboten, hinter die Kulissen des politischen Herzens Deutschlands zu blicken, den Bundestag. In diesen zwei sehr eindrucksvollen und abwechslungsreichen Sitzungswochen konnte ich mein politisches Wissen vertiefen und den Ablauf während einer Sitzungswoche kennenlernen.

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Den Oktober dieses Jahres verbrachte ich in unserer Hauptstadt Berlin, um im Abgeordnetenbüro von Herrn von Marschall Einblicke in die Arbeit im Deutschen Bundestag zu erhalten. Jeden Tag habe ich die unterschiedlichsten Erfahrungen gemacht und mein Wissen aus dem Studium an der Staatswissenschaftlichen Fakultät in Erfurt um viele spannende Erkenntnisse erweitern können.

In der ersten Woche hatte ich das Glück, sogleich den Tag der Deutschen Einheit live in Berlin erleben zu können, was ein passender Start in meine Arbeit war. Diese spielte sich grundsätzlich erstmal im sogenannten Paul-Löbe-Haus ab, in dem sich neben Abgeordnetenbüros auch die Ausschusssäle befinden. Dort erledigte ich die Aufträge der Mitarbeiter und Herrn von Marschalls. Neben zwei Wahlkreiswochen erlebte ich zwei Sitzungswochen des Bundestags, daraus ergab sich eine Variation von Vor- und Nachbereitungen. Neben den Recherchen zu entwicklungs- und tagespolitischen Themen, der Bearbeitung von Wahlkreisanfragen und der Analyse von Gesetzesanträgen, durfte ich in Begleitung der Mitarbeiter auch die Ausschusssitzungen, die Debatten im Plenarsaal und viele andere Termine wahrnehmen, sodass die Arbeit tagtäglich etwas Neues bot.

Über das Praktikantenprogramm der CDU/CSU-Fraktion wurde auch eine Diskussionsrunde mit dem Gesundheitsminister Jens Spahn organisiert, bei dem wir über die Zukunft der Pflege sprachen und durch spezielle Fragen versuchten, Herrn Spahn auf die Probe zu stellen. Auch der Präsident des Deutschen Bundestages Wolfgang Schäuble, gebürtiger Freiburger und dienstältester Abgeordneter stellte sich bei einer weiteren Diskussionsrunde unseren Fragen, wobei er durch seine langjährige Erfahrung häufig den Verlauf vergangener Ereignisse beschrieb, um anhand dessen seine Lösungsvorschläge für die heutigen Probleme zu erklären.

Persönlich hat mich die Arbeit der Ausschüsse sehr interessiert, für den Ausschuss „Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung“ bekam ich einige Rechercheaufgaben und konnte auch durch die wöchentlichen Ausschusssitzungen, sowie durch Vorbereitungen darauf von der CDU/CSU-Fraktion eine neue Sicht auf weltpolitische Themen wie die Krise im Kamerun gewinnen. Meine Erkenntnisse aus einem entwicklungspolitischen Freiwilligendienst und meinem Studium der internationalen Beziehungen konnte ich hierbei einsetzen und ergänzen.

Die Ausschüsse besuchten außerdem einige hochrangige Gesprächspartner und Gäste aus Wirtschaft, Bildung und Politik sowohl aus dem Inland als auch aus dem Ausland. Mich faszinierte neben der Arbeit der Simultanübersetzer auch, inwieweit die Ergebnisse aus diesen Beratungen später in den Gesetzgebungsprozess einflossen.

Ein Highlight waren auch die Besuche verschiedener Gruppen aus dem Wahlkreis, die bei einer Berlinfahrt unter anderem die Arbeit ihres Abgeordneten speziell und des Bundestags allgemein kennen lernten. Wir empfingen sowohl unterschiedliche Schulklassen, als auch eine Delegation von Kommunalpolitikern und besuchten beispielsweise gemeinsam das Bundeskanzleramt und staunten über die Ordnung und Disziplin im Verteidigungsministerium unter Frau von der Leyen.

Zu guter Letzt bleibt mir noch ein herzliches Dankeschön an alle Mitarbeiter und insbesondere an Herrn von Marschall für die ausgezeichnete Betreuung während dieser vier kurzweiligen Wochen in Berlin.

In den letzten zwei Wochen hatte ich die Möglichkeit im Rahmen eines Pflichtpraktikums meiner Schule Matern von Marschall, meinen Wahlkreisabgeordneten, und seine Mitarbeiter zu begleiten. Dies waren zwei kurzweilige, interessante und vor allem abwechslungsreiche Wochen. Während meines Praktikumszeitraumes waren zwei sitzungsfreie Wochen, daher absolvierte ich die erste Woche im Abgeordnetenbüro in Berlin und die zweite Woche im Wahlkreisbüro in Freiburg.  Ob in Berlin oder Freiburg, trotz bevorstehender Sommerpause wurde viel gearbeitet, vor allem dabei nachgearbeitet und vorbereitet.

Die erste Woche in Berlin begann mit meiner Akkreditierung. Dazu holte mich ein wissenschaftlicher Mitarbeiter im Berliner Büro am Eingang des Paul-Löbe-Hauses ab und begleitete mich zu den Räumlichkeiten. Nach einer knappen Stunde war auch ich stolzer Besitzer eines blauen Hausausweises, der den Zugang und Aufenthalt in den Gebäuden des Bundestages ermöglicht. In den folgenden Tagen wurde ich mit Rechercheaufgaben betraut. So brachte ich beispielsweise den Sachstand zum Freiburger Stadttunnel auf den neuesten Stand, so dass Herr von Marschall die notwendigen Informationen in kompakter Form hatte und bei einer anstehenden Veranstaltung gut vorbereitet war. Neben diesen Aufgaben im Büro, durfte ich auch die Gebäude des Bundestages kennen lernen. Die Mitarbeiter von Herrn von Marschall führten mich durch die vielen Tunnel zwischen den Gebäuden und zeigten mir die Fraktionsebene mit Fraktionssaal, die Besucherterrasse sowie einige andere Orte.

Einige der Veranstaltungen, die ich in Berlin mit vorbereiten durfte, fanden in meiner zweiten Praktikumswoche in Freiburg statt. Auf diesen Veranstaltungen war die Aufgabe der Mitarbeiter, Fotos zu machen, Protokolle zu schreiben und Gespräche zu führen. Wenn Herr von Marschall selbst Gastgeber war, dann waren die Mitarbeiter auch für den planmäßigen Ablauf zuständig. Im Vorfeld zu Veranstaltungen wurden der Abgeordnete und seine Mitarbeiter auf den neuesten Stand des Themas der jeweiligen Veranstaltung gebracht.

Im Büro in Freiburg werden ansonsten vor allem operative und formelle Aufgaben erledigt, also die Organisation von Räumlichkeiten und Fingerfood, der Kontakt mit Gästen und Journalisten im Vorfeld von Veranstaltungen und ferner werden vor allem Bürgeranliegen betreut.

Diese zwei kurzweiligen, interessanten und vor allem abwechslungsreichen Wochen in Berlin und Freiburg liegen nun hinter mir. Ich werde diese schöne Zeit lange im Gedächtnis behalten und kann ein Praktikum bei Herrn von Marschall nur empfehlen. Es ist die perfekte Gelegenheit sich von den komplexen Aufgaben eines Abgeordneten und der Arbeitsweise des Bundestages ein Bild zu machen.

Ich danke Herrn von Marschall und seinen Mitarbeitern für die Einblicke in Berlin und Freiburg und die schöne Zeit!

Ich hatte in den vergangenen sieben Wochen die Chance ein Praktikum im Bundestagsbüro von Matern von Marschall zu machen. Nach Abschluss meines Studiums der Politikwissenschaft habe ich die Möglichkeit einen Einblick in die praktische politische Arbeit und den Alltag im Bundestag zu bekommen als eine tolle Ergänzung zu den zuvor nur theoretisch erlernten Inhalten empfunden. Ich hatte nicht nur die Möglichkeit die alltägliche Arbeit im Abgeordnetenbüro kennen zu lernen, sondern konnte auch einen Eindruck von der Funktionsweise des Bundestages als großes Ganzes gewinnen.

Mit am meisten hat mich die viele Hintergrundarbeit der Bundestagsabgeordneten und ihren Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen fasziniert, die täglich zum offiziellen Programm geleistet wird. Die intensive Recherche zu den Schwerpunktthemen der Abgeordneten und der rege inhaltliche Austausch mit Fachleuten, Vertretern und Vertreterinnen der Zivilgesellschaft und Betroffenen werden oft übersehen.

Des Weiteren war es für mich sehr spannend zu sehen wieviel über Sachthemen diskutiert und gerungen wird. Durch die Arbeit von Matern von Marschall und seiner Kollegen und Kolleginnen wurde mir nochmal sehr deutlich, dass die politische Arbeit keine klare Trennung in Schwarz und Weiß kennt, sondern stattdessen aus sehr vielen Grautönen besteht und mit ständigen Kompromissen verbunden ist. Gerade in den Sitzungswochen, wenn sich alle Abgeordneten in Berlin versammeln, sind die Tage enorm lang und arbeitsintensiv und es wird sowohl fraktionsintern, als auch fraktionsübergreifend viel kommuniziert und verhandelt.

Für mich persönlich war vor allem der Besuch diverser Ausschusssitzungen und Veranstaltungen von großem Wert. So konnte ich zum Beispiel die bürointerne Vorbereitung für den Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und den Ausschuss für die Angelegenheiten der Europäischen Union – in beiden ist Matern von Marschall Mitglied  – über mehrere Wochen hinweg unterstützen und die anschließende Umsetzung in den Sitzungen der Ausschüsse miterleben. Darüber hinaus hatte ich die Chance an diversen Veranstaltungen im Bundestag, aber auch von NGOs und politischen Think Tanks teilzunehmen. Noch lange in Erinnerung bleiben werden mir besonders die Jahreskonferenz des Rates für Nachhaltige Entwicklung und eine Veranstaltung der Stiftung Wissenschaft und Politik zur aktuellen Lage in der Türkei.

Mit dem Praktikum geht eine spannende, lehrreiche und motivierende Zeit  für mich zu Ende und ich kann es nur jedem empfehlen sich selbst einen Einblick in die Arbeit unserer Bundestagsabgeordneten zu verschaffen.

Ich danke Herrn von Marschall und vor allem auch seinem Team aus ganzem Herzen für die interessante und lehrreiche Zeit in Berlin.

Im Mai vergrößerte mein Praktikant Caspar Löffler-Patterson vom Friedrich-Gymnasium Freiburg für eine Woche mein Team im Wahlkreisbüro in Freiburg. Caspar geht in die zehnte Klasse und nutzte im Rahmen der Berufsorientierung am Gymnasium (Bogy) die Gelegenheit, meine Arbeit im Deutschen Bundestag sowie in meinem Wahlkreis kennenzulernen. Im folgenden berichtet Caspar, für den eigentlich schon feststand, dass er später Musik studieren möchte, über sein Praktikum.

Ein Praktikum im Wahlkreis lohnt sich

Da ich die Arbeit eines Politikers über das, was man im Radio, Fernsehen und der Zeitung mitbekommt, hinaus kennen lernen wollte, habe ich mich für ein Praktikum beim CDU-Bundestagsabgeordneten Matern von Marschall entschlossen. Mein Praktikum lag zwar nicht in einer Sitzungswoche des Deutschen Bundestages, dennoch entschied ich mich aber für das Praktikum – schließlich gehört die Arbeit im Wahlkreis ebenso zum Alltag eines Abgeordneten wie die in Berlin.

Als ich am Montag, den 08. Mai mein Praktikum im Freiburger Büro startete, wurde ich erst einmal von Herrn Markus Meyer, dem Büroleiter des Freiburger Wahlkreisbüros von Herrn von Marschall, begrüßt. Er erläuterte mir detailliert die genaue Arbeitsweise des Bundestags und des Abgeordnetenbüros in Berlin, sowie die Arbeit der Mitarbeiter vor Ort in Freiburg. Im Anschluss daran bekam ich auch gleich meine erste Aufgabe: Ich recherchierte und schrieb einen Text für die Homepage des Abgeordneten über ein Feuerwehrfest, welches der Abgeordnete am Wochenende vor meinem einwöchigen Praktikum besucht hatte. Weitere Texte folgten, wie beispielsweise ein Text für das „CDU-Intern“, dem Mitgliedermagazin der CDU. Es ging um den Besuch einer Politikerdelegation aus Bosnien und Herzegowina, die in Freiburg gewesen war, um sich mit Freiburger Politikern über eine effiziente Klimapolitik auszutauschen. Die persönliche Referentin des Parlamentariers Anna Mortensen-Zimber verriet mir dafür hilfreiche Tipps zur Gestaltung und Planung eines Textes.

Vielfältige Aufgabenfelder im Wahlkreisbüro

Außerdem erstellte ich eine Übersicht der Parteienstandpunkte zu Steuerfragen, um mich hinterher mit meinem Praktikumsbetreuer, Herrn Jonas Schwarz, darüber austauschen zu können und zu diskutieren. So lernte ich nicht nur die Arbeit des Wahlkreisbüros kennen, sondern auch wie schwer und komplex es sein kann, eine Antwort auf politische Fragen zu finden und wie man tiefgreifend und zeitsparend recherchiert.

Natürlich gehört nicht nur die Erstellung von Pressetexten oder die Recherche von politischen Standpunkten zur Arbeit im Wahlkreis, sondern auch beispielsweise der Besuch von Außenterminen, die sich vor Allem dann häufen, wenn der Abgeordnete ein direktes Mandat innehat. Auch von diesem, besonders spannenden Aufgabenbereich eines Politikers bekam ich einiges mit. So war ich unter anderem am Dienstagabend bei einem Termin in meiner Schule, dem Friedrich-Gymnasium in Freiburg, mit dabei. Dort wurde die „Parlamentsausstellung“, eine Wanderausstellung zum Deutschen Bundestag, eröffnet, die Herr von Marschall nach Freiburg geholt hatte, um die Schülerinnen und Schüler des Wahlkreises über die genauere Funktionsweise des Bundesparlaments aufzuklären. Auch waren wir beispielsweise in Mengen, wo das Dorf für den dortigen Naturlehrpfad von den Vereinten Nationen ausgezeichnet wurde. Am letzten Tag meines Praktikums ging es für mich wieder in den Klassenraum: Matern von Marschall diskutierte am Freitagmorgen mit verschiedenen Klassen meiner und weiterer Schulen zu aktuellen Bundes- und Europapolitischen Themen und stellte sich dabei vielen Fragen der Schüler.

Mein Fazit

Insgesamt bekam ich einen guten Überblick über die Arbeit eines Parlamentariers im Wahlkreis und bin froh, mich für ein Praktikum bei Matern von Marschall entschieden zu haben. Die Atmosphäre im Büro ist toll und man spürt, dass die Mitarbeiter für eine größere Sache arbeiten, an die sie alle glauben.

Abitur in der Tasche, aber noch keinen klaren Vorstellungen, was man mit seinem Leben anfangen möchte. Im Alter von 18 Jahren stehen mir alle möglichen Lebenswege offen. Im Sinne des Gap-Years, habe ich mich entschieden, für ein Jahr in verschiedene Bereiche hineinzuschnuppern, wie zum Beispiel die Politik. So bewarb ich mich bei dem CDU-Bundestagsabgeordneten meines Wahlkreises in Freiburg, Matern von Marschall. Ich bekam Anfang April eine Zusage aus dem Berliner Büro für mein Praktikum im September im Deutschen Bundestag.

Am 31. August reiste ich mit einer Besuchergruppe von Herrn von Marschall aus Freiburg an und konnte mit der Gruppe zusammen zwei Tage lang die verschiedenen Verfassungsorgane des deutschen politischen Systems kennenlernen. Am Montag den 5. September begann mein Praktikum im Berliner Büro. Um mich überhaupt in den verschieden Gebäuden des Deutschen Bundestages bewegen zu können, ohne jedes Mal angemeldet sein zu müssen, brauchte ich nun erstmal einen Hausausweis.

Als frischer Besitzer des blauen Ausweises, nahm ich am Montagmorgen an der Teambesprechung mit dem Abgeordneten und seinen Mitarbeitern teil. Dort werden jeden Montag in einer Sitzungswoche die Anstehenden Termine und Aufgaben besprochen. Ich bekam sehr schnell meine ersten Aufgaben zugeteilt, wie zum Beispiel einen Rechercheauftrag zu der Flüchtlingssituation in Westafrika, wozu ich ein Informationsblatt für den Abgeordneten erstellen sollte.

In den kommenden Tagen lernte ich die verschiedenen Häuser des Deutschen Bundestages kennen, die ich anfangs gerne mit ihren Namen wie Marie-Elisabeth-Lüders-Haus, Paul-Löbe-Haus und Jakob-Kaiser-Haus verwechselte. Da die erste Woche eine Haushaltswoche war, lernte ich auch eine etwas andere Atmosphäre im Bundestag kennen und hatte die Möglichkeit, Bundesaußenminister Walter Steinmeier und Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen als Gast im Plenum reden zu hören, gefolgt von Widersprüchen von der Opposition und zustimmenden Reden von Fraktionskollegen der Regierungskoalition.

Die Arbeit im Büro ist vielfältig; Herr von Marschall ist in zwei Ausschüssen und AGs tätig.  Zudem ist er Mitglied im Parlamentarischen Beirat für Nachhaltige Entwicklung (PBNE), der jedes Gesetz auf Nachhaltigkeit prüft und Empfehlungen abgibt.  Die vielen Aufgaben zeigen sich auch an der Arbeit im Büro. Die drei MitarbeiterInnen teilen sich die Arbeit auf, indem eine Mitarbeiterin für den Europa Ausschuss und die dazugehörige AG zuständig ist, eine Mitarbeiterin für den Ausschuss für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit und für den PBNE und der Mann im Bunde für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und inhaltliche Bearbeitung von Wahlkreisthemen.

In den AGs und in den Ausschüssen wird die inhaltliche Arbeit der Gesetzgebung geleistet, Anträge der verschiedenen Fraktionen, die in der AG entstanden sind, werden im Ausschuss diskutiert, abgelehnt oder wenn sie angenommen sind, ins Plenum gereicht.

Zu den Ausschusssitzungen kommen die dazugehörigen fraktionsinternen Arbeitsgruppensitzungen, die Fraktionssitzung und die Landesgruppensitzung. Gespräche mit Vertretern aus den Ministerien, Verbänden oder Wissenschaft nehmen ebenfalls einen wichtigen Platz im Terminkalender ein.

Regelmäßig empfängt Matern von Marschall auch Besuchergruppen aus seinem Wahlkreis im Bundestag, um über seine Arbeit und aktuelle politische Themen zu diskutieren. Natürlich werden die zahlreichen Bürgeranfragen beantwortet, die Ausschüsse inhaltlich vorbereitet, Recherchen zu aktuellen Themen angefertigt und Delegationsreisen in die Türkei, nach Brüssel und Spanien und andere Länder koordiniert. Hinzu kommt die inhaltliche Vorbereitung der vielen Wahlkreistermine des Abgeordneten. Kurz: Es wird nie langweilig.

Der Abgeordnete muss sich auf Grundlage der Vorbereitungen seiner Mitarbeiter in ihm nicht selten fremde Sachstände einarbeiten, um mit dem erlangten Wissen eine Grundlage für Entscheidungen zu bilden. Natürlich besteht die Vorbereitung nicht nur aus den Recherchen der Mitarbeiter, sondern es gibt auch die Möglichkeit, zu besonders komplexen Themen den Wissenschaftlichen Dienst des Deutschen Bundestages hinzuzuziehen.

Auch laden die Ausschüsse häufig Experten zu bestimmen Themen ein, die über das Thema referieren und für Fragen der Abgeordneten bereit stehen. Die verschiedenen Verbände laden ebenfalls zu Veranstaltungen ein, bei denen sie ihre Sicht der Dinge darlegen. Nach Beratungen mit anderen Fachpolitikern kann sich der Abgeordnete nun eine Meinung über das Thema bilden.

Neben meiner Arbeit im Büro habe ich am Praktikantenprogramm der CDU/CSU-Bundestagsfraktion mit verschiedenen Programmpunkten zu den unterschiedlichen Themen, Organen, Ministerien und geschichtlichen Ereignissen teilgenommen. So konnte ich an mehreren Diskussionsrunden mit Spitzenpolitikern wie Finanzminister Wolfgang Schäuble, dem Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Volker Kauder und dem parlamentarischen Geschäftsführer, Michael Grosse-Brömer teilnehmen. Dort konnte man die Meinungen der Politiker direkt erfahren. Zur Diskussion mit Herrn  Schäuble wurden wir ins Finanzministerium eingeladen, das Detlev-Rohwedder-Haus, welches 1936 als Reichsluftfahrtministerium fertiggestellt wurde.

Zur Flüchtlingssituation fand Schäuble als Finanzminister klare Worte; es gäbe keinen Menschen in Deutschland der einen Euro weniger bekommen hat, weil Flüchtlinge nach Deutschland gekommen sind.

Sehr interessant und gleichzeitig erschreckend war der Besuch in dem ehemaligen DDR-Gefängnis Hohenschönhausen und im Ministerium für Staatssicherheit. Die perfide Vorgehensweise des Staatsapparates der DDR wird einem nochmals viel deutlicher, wenn man am Ort des Geschehens ist, als wenn man es durch Schulbücher und Erzählungen erfährt.

So gibt das Praktikantenprogramm zusätzlich zu den Eindrücken aus dem Alltag des Abgeordneten die Möglichkeit, nicht nur den politischen Horizont zu erweitern, sondern auch gleichaltrige andere Praktikanten kennenzulernen und bildet somit einen super Rahmen für den Berlin Aufenthalt.

Ein besonderer Höhepunkt war für mich die Teilnahme an dem NSA-Untersuchungsausschuss, in dem 5 unabhängige Referenten von sogenannten NGO´s (Non-Governmental Organisation) sowohl über die technische, als auch über die juristische und tatsächliche Vorgehensweise der NSA berichteten.

So gingen die vier Wochen deutlich schneller vorbei als erwartet, und ich kann auf eine sehr spannende Zeit im Deutschen Bundestag zurückblicken. Ein Praktikum im Abgeordnetenbüro Matern von Marschall kann ich von daher nur weiterempfehlen, wenn man die Abläufe im „Herz der Demokratie“ verstehen möchte und hautnah erleben möchte.