Im Rahmen meines Studiums der Rechtswissenschaft, arbeitete ich vom 11. Juni bis zum 12. Juli 2019 als Praktikantin im Berliner Büro von Herrn von Marschall MdB. Mein Interesse an einem Bundestagspraktikum beruhte darauf, dass ich das Staatsorganisationsrecht in seiner praktischen Anwendung kennenlernen wollte. Ich habe mich umso mehr darüber gefreut, dies bei Herr von Marschall ablegen zu dürfen, da ich, vor dem Hintergrund meiner Spezialisierung im internationalen Recht, ein großes Interesse an seiner Ausschusstätigkeit hegte.

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Mein Praktikum im Abgeordnetenbüro von Matern von Marschall fand vom 03.09.2018 bis zum 30.09.2018 statt. Ich hatte das Glück, einen guten Zeitpunkt getroffen zu haben und gleich nach der Sommerpause sowohl zwei Sitzungswochen als auch zwei sitzungsfreie Wochen erleben zu dürfen. Zudem konnte ich durch das Praktikantenprogramm der CDU/CSU-Fraktion bei Diskussionsrunden mit bekannten Politikern und Beamten sowie bei Führungen durch verschiedene politische Gebäude und Institutionen dabei sein.

Während der sehr geschäftigen Haushaltswochen gingen meine Arbeitstage bereits früh los, oft mit Terminen um 08:00 Uhr. Jedoch lohnte sich das frühe Aufstehen, denn so konnte ich zum Beispiel bei der Sitzung der Arbeitsgruppe Entwicklung und wirtschaftliche Zusammenarbeit der CDU/CSU-Bundestagsfraktion teilnehmen, eine Gesprächsrunde mit Abgeordneten der Unionsfraktion zu den Finanzplanungen in der Entwicklungsarbeit beobachten und die Hauptstadtstudios des ZDF und der ARD besichtigen. Außerdem erlebte ich lebendige Debatten im Plenum und verschiedene Reden der Minister der Unionsfraktion sowie der Bundeskanzlerin. Auch eine Führung durch das Reichstagsgebäude und den Bundesnachrichtendienst konnte ich miterleben.

Ein sehr eindrucksvoller Termin war die Diskussionsrunde mit dem CSU-Landesgruppenvorsitzenden Alexander Dobrindt MdB, welcher auf Fragen zur  Stabilisierung des Parlaments, der Arbeit als Minister, der Mehrheitsbeschaffung im Bundesrat und der Reform des Wahlrechts einging. Auch der Termin im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie war für mich sehr spannend. So konnte ich mit Bundesminister Peter Altmaier über eine mögliche Freihandelszone mit China, den Erhalt von Wertschöpfungsketten und des Wohlstandes in Deutschland und Europa sprechen, sowie den vielzählig anderen Aufgaben, wie Digitalisierung, die Energiewende, Elektromobilität und autonomes Fahren.

Zwischen den Sitzungswochen und sitzungsfreien Wochen zeichnete sich ein sehr deutlicher Kontrast. Letzere blieben dennoch interessant und waren gefüllt mit neuen Erlebnissen. Die Diskussionsrunde mit der Bildungsministerin Anja Karlizcek, war für mich als Lehramtsstudent besonders interessant und zeigte die Komplexität zwischen dem Willen, die Bildung möglichst effektiv zu gestalten und den Schranken eines föderalen Systems. Eine Führung durch das ARD-Studio und durch das Reichstagsgebäude, brachte einem die Medienarbeit und die Geschichte des Parlamentsgebäudes näher.

Ebenfalls sehr spannend war der Besuch der Fraktionsräume mit anschließender Diskussion mit dem parlamentarischen Geschäftsführer der CDU/csu-Bundestagsfraktion, Michael Grosse-Brömer MdB. Es wurde über Populismus, die Zersplitterung der Parteienlandschaft sowie die Lösungen und Strategien der Union darauf diskutiert. Auch meine Frage über die Förderung und den Umgang mit Schlüsseltechnologien wie Robotik und künstliche Intelligenz konnten zufriedenstellend von ihm beantwortet werden.

Auch die Besuche im Bundesministerium für Finanzen und dem Arbeitgeberverband Gesamtmetall waren für mich äußerst interessant und aufschlussreich. Auch hier war es mir möglich, eigene Fragen zu stellen um so meinen Einblick in die Struktur und Arbeitsweise dieser Institutionen zu vertiefen.

Doch auch im Büro durfte ich verschiedenste Arbeiten machen. Die Recherche zu Bürgerbriefen, Kontakt zu anderen Parlamentariern und Ministerien aufnehmen, Dossiers zu verschiedenen Themen erstellen, Facebookposts, Pressemitteilungen und weitere Texte verfassen sowie Recherchen über zahlreiche tagesaktuelle politische Themen standen im Vordergrund meiner Bürotätigkeit.

Durch die vielen Veranstaltungen des Praktikantenprogramms, den abwechslungsreichen Aufgaben im Büro und den unterschiedlichen Terminen von Matern von Marschall, bei denen ich ihn begleiten konnte, gab es nie Langeweile und ich bin äußerst froh, dass ich so viel erleben durfte.

Vielen Dank für die kenntnisreichen vier Wochen im Deutschen Bundestag!

Vom 17. Juni bis zum 13. Juli 2018 wurde mir die Gelegenheit geboten, bei Herrn von Marschall ein Praktikum zu absolvieren und damit seine Arbeit und die des Deutschen Bundestages näher kennenzulernen. Zugleich bot sich mir die Möglichkeit, die im Jurastudium erlernte Theorie auf die Praxis anzuwenden. Rückblickend waren es vier interessante aber auch intensive Wochen, welche durch die Konflikte in der Großen Koalition enorm spannend wurden.

Von Beginn an war ich beeindruckt, was für eine „Arbeitsmaschine“ der Deutsche Bundestag und die angeschlossenen Abgeordnetenhäuser sind – besonders in der Hintergrundarbeit neben dem offiziellen Protokoll. Wer glaubt, die dortige Arbeit sei geruhsam und entspannt, täuscht sich gewaltig!

Dabei ist das Arbeits- und Themenspektrum breitgefächert, mit dem sich ein Abgeordneter im Deutschen Bundestag befasst. Man darf von Landwirtschaftsthemen wie der Weidetierprämie bis hin zu Themen der internationalen Entwicklungshilfe alles erwarten. Dabei ist ganz besonders die Arbeit von Herrn von Marschall von einem unideologischen, fach- und sachkenntlichen Umgang geprägt und wird in enger Abstimmung mit Experten durchgeführt.

Da Herr von Marschall Mitglied des Entwicklungs- und Europaausschusses des Deutschen Bundestages ist, war meine Arbeit natürlich ganz besonders von spannenden Themen der internationalen Politik und Zusammenarbeit geprägt. Ich recherchierte Hintergrundinformationen, half Statements, Fragen und Reden zu formulieren und begleitete oder vertrat Herrn von Marschall und seine Mitarbeiter bei zahlreichen relevanten Veranstaltungen. Dabei wurde ich von seinem Team sehr freundlich aufgenommen.

Da direktgewählte Abgeordnete, wie Herr von Marschall, aber auch immer ein offenes Ohr für die Bürger vor Ort haben,  half ich zudem bei der Recherche zu Bürgeranfragen und anderen Wahlkreisangelegenheiten mit.

Besonders spannend war es für mich als Jurastudenten, mit so vielen Bereichen des öffentlichen Rechts in Kontakt zu kommen und mehr über die Gesetzgebungsprozesse zu erfahren. Zugleich war ich trotz einiger Vorkenntnisse erstaunt, wie komplex und vielfältig der Deutsche Bundestag in rechtliche und politische Prozesse auf der ganzen Welt eingebunden ist. Da ich sehr politisch interessiert bin, bot mir das Praktikum zudem eine einmalige Möglichkeit, tiefer in das Berliner politische Netzwerk einzutauchen.

Ich danke Herrn von Marschall und seinem besonders netten Büro daher sehr für die gebotene Praktikumsmöglichkeit, die meinen Erfahrungshorizont enorm bereichert hat. Wer sich für die politischen Prozesse des Bundestags und die Abgeordnetenarbeit interessiert, dem ist ein solches Praktikum nur zu empfehlen!