Im Rahmen meines Praktikums im Bundestagsbüro von Matern von Marschall konnte ich im September dieses Jahres einen Blick in den „Motor der Republik“ werfen. Vier Wochen lang unterstützte ich Freiburgs direktgewählten Abgeordneten und sein Team. Obgleich die Covid-19-Pandemie einige Veränderungen im parlamentarischen Betrieb bewirkt hat, sammelte ich zahlreiche wertvolle Erfahrungen.

Eintönig waren meine Arbeitstage nie; ganz im Gegenteil: Wegen der Vielfalt der Themen, für die ein Abgeordneter aufgrund seiner Ausschussmitgliedschaften zuständig ist, die aber auch durch Bürger an ihn herangetragen werden und nicht zuletzt auch von der schnelllebigen Weltpolitik diktiert werden, war die Abwechslung groß. So beschäftigte ich mich mal mit pandemiebedingten Einreisebeschränkungen, dann mit dem Konflikt zwischen Griechenland und der Türkei im östlichen Mittelmeer und schließlich mit der Wasserstoffstrategie Frankreichs. Ich recherchierte Fakten, schrieb Berichte und beantwortete Anfragen. Dadurch lernte ich nicht nur das Abgeordnetendasein und die parlamentarischen Abläufe kennen, sondern erweiterte zudem mein Wissen in den relevanten Fachbereichen. Zugleich hatte ich die Gelegenheit, einigen Sitzungen beizuwohnen und verfolgte unter anderem eine Befragung der Präsidentin der Europäischen Zentralbank, Christine Lagarde, durch die Deutsch-Französische Parlamentarische Versammlung. Somit bildete das Praktikum in Matern von Marschalls Bundestagsbüro nicht nur ein passendes, praktisches Gegenstück zu meinem Studium, sondern auch zu meinem ehrenamtlichen politischen Engagement.

Neben den Sitzungen und Arbeitsaufträgen war es die Atmosphäre in den Liegenschaften des Bundestags im Allgemeinen und im Abgeordnetenbüro im Besonderen, die das Praktikum zu einem erinnerungswürdigen Erlebnis gemacht hat. Politik liegt in der Luft und Politik schwingt in allen Gesprächen mit; die hohe Dichte an Entscheidungen und Entscheidungsträgern im Regierungsviertel und die flachen Hierarchien führen unweigerlich dazu, dass man „das Politische“ – die Demokratie – unmittelbarer und kraftvoller wahrnimmt, als das jenseits der Hauptstadt möglich ist.

Für die vielen positiven Erfahrungen und die gute Aufnahme und Einbindung möchte ich mich ganz herzlich bei Matern von Marschall und seinem Team bedanken!