Der Freiburger CDU-Bundestagsabgeordnete Matern von Marschall ist von seiner Fraktion zum Mitglied der neu konstituierten Arbeitsgruppe Brexit ernannt worden. Die AG Brexit wird sich mit den rechtlich und fachlich relevanten Fragen befassen, die der geplante Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union aufwirft und  die politische Positionierung der CDU/CSU-Fraktion in der Frage unterstützen sowie Handlungsempfehlungen für die Bundesregierung erarbeiten.

Von Marschall, der sich als Mitglied im Ausschuss für die Angelegenheiten der Europäischen Union umfassend mit den Fragen der Entwicklung der EU auseinandersetzt, betonte die Bedeutung einer entsprechenden Arbeitsgruppe. „Die Entscheidung der Briten, die Europäische Union zu verlassen ist gefallen. Jetzt gilt es, den Austrittsprozess für das Vereinte Königreich zügig und zugleich in der gebotenen Sorgfalt fair auszugestalten. Der Austritt der drittgrößten Volkswirtschaft der EU betrifft sämtliche Politikbereiche und viele politische und rechtliche Fragen müssen geklärt werden. Daran wird diese AG mitwirken. Es ist für uns alle im europäischen Verbund von größter Bedeutung, dass die EU die Herausforderung erfolgreich meistert.“ Die Relevanz der Thematik zeigte sich auch an den Sachverständigen, die in der ersten Sitzung der AG mit den Abgeordneten diskutierten.

Dr. Uwe Corsepius, Abteilungsleiter Europapolitik im Bundeskanzleramt, trug den Mitgliedern der AG die Sichtweise der Bundesregierung auf den Brexit-Prozess vor. Einen detaillierten Einblick über die rechtlichen Fragen, die mit dem Austritt eines EU-Mitgliedsstaats nach Art. 50 EUV verbunden sind, gab Prof. Dr. Christian Calliiess, der als Rechtsberater des Präsidenten der EU-Kommission fungiert.