Das vierwöchige Praktikum im Berliner Büro von MdB Matern von Marschall, das ich im Juni 2021 im Rahmen meines Bachelorstudiums „Politik und Recht“ absolviert habe, war eine sehr bereichernde Erfahrung für mich. Herr von Marschall und sein Team ermöglichten mir – wofür ich insbesondere dankbar bin – trotz der Coronapandemie und deshalb hauptsächlich aus dem Home-Office vielseitige Einblicke in die parlamentarische Arbeitswelt. Seine Arbeit im Auswärtigen Ausschuss, im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sowie in der Parlamentarischen Versammlung des Europarates und in der Deutsch-Französischen Parlamentarischen Versammlung war für mich besonders interessant, da ich mich während meines Studiums in Münster auf Internationale und Europäische Politik spezialisiert habe.

Während der ersten drei Praktikumswochen arbeitete ich aus dem Home-Office. Dabei wurde ich zum einen mit vielseitigen Rechercheaufgaben betraut, zum anderen konnte ich bei einigen spannenden Sitzungen und Veranstaltungen online dabei sein.

Die Themen, zu denen ich recherchierte, umfassten sowohl internationale wie auch nationale Angelegenheiten. So setzte ich mich beispielsweise mit den Beziehungen zwischen der EU und China und den Auswirkungen einer europäischen Verordnung auf deutsche Unternehmen auseinander. Darüber hinaus beschäftigte ich mich mit dem neuen Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz sowie der Mietpreisbremse und dem Mietendeckel. Auch wenn ich bei diesen Tätigkeiten nicht vor Ort war, konnte ich meine Arbeitsaufträge immer ganz unkompliziert per Teflon oder Mail mit dem Team besprechen. Auch ein persönlicher Austausch war trotz der Situation gut möglich.

Die Sitzungen der Fraktionsgremien im Bundestag wurden online oder hybrid abgehalten. Auf der Tagesordnung der Arbeitsgruppe der Fraktion und im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, standen unter anderem die Bundeswehreinsätze in Kosovo und in Libanon, der Abzug der Bundeswehtruppen aus Afghanistan sowie das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz. Im Parlamentarischen Beirat für nachhaltige Entwicklung, in der Herr von Marschall ebenso Mitglied ist, und in der entsprechenden CDU/CSU-Arbeitsgruppe wurde beispielsweise über die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie 2021 und die Unterstützung von indigenen Völkern in Brasilien gesprochen. Hier nahm an der letzten Sitzung auch Helge Braun, Chef des Bundeskanzleramts und Bundesminister für besondere Aufgaben teil, der zu verschiedenen Themen Stellung nahm. Mit großem Interesse beobachtete ich den Ablauf der Sitzungen und hörte die unterschiedlichen Meinungen der verschiedenen Fraktionen.

Auch bei Online-Veranstaltungen der Medien- und Zivilgesellschaft war eine Bandbreite von Themen geboten: Das DRK informierte in einem „Frühstücksgespräch“ Abgeordnete und weitere Zuhörerinnen und Zuhörer über seine Unterstützung in von Naturkatastrophen betroffenen Ländern. Bei der vom Tagesspiegel organisierten „World Food Convention 2021“ wurde unter anderem mit einer Vertreterin der Generaldirektion Gesundheit und Lebensmittelsicherheit der Europäischen Kommission über die Vor- und Nachteile genveränderter Lebensmittel diskutiert. Die Panelisten des „German Israeli Space Forum“ tauschten sich über mögliche deutsch-israelische Kooperationen im Bereich der Weltraumforschung aus.

In der letzten Sitzungswoche konnte ich aufgrund der sehr niedrigen Corona-Fallzahlen nach Berlin reisen und das politische Geschehen vor Ort miterleben. Nach einer beeindruckenden Führung durch die Bundestagsgebäude nahm ich an meinem neuen Arbeitsplatz in der wunderschön gestalteten Bibliothek des Bundestages Platz. Um mich herum waren die 20 Meter hohen Wände mit mehr als 1.000 verschiedenen Zeitschriften gefüllt, durch die Glasfront hatte ich eine wunderbare Aussicht auf die Spree und das Reichstagsgebäude. Da es die letzte Sitzungswoche der Legislaturperiode war, herrschte eine besondere Atmosphäre im Bundestag: Neben Danksagungen, letzten Reden und Gesetzesverabschiedungen, konnte man auch die aufkommende Wahlkampfstimmung spüren. Von der Besuchertribüne aus verfolgte ich im Plenum die Debatte der Abgeordneten. Hier live dabei sein zu können, war sehr aufregend. Trotz der langen und vollen Sitzungstage nahm sich Herr von Marschall viel Zeit, um sich mit mir über das Praktikum, meine Erfahrungen und seine Arbeit auszutauschen. Für mich besonders faszinierend war auch eine Sitzung der CDU/CSU-Arbeitsgruppe der Deutsch-Französischen Parlamentarischen Versammlung, die in Präsens stattfand. Da ich mich schon in der Schule durch mein deutsch-französisches Abitur und auch an der Universität mit der Bedeutung der deutsch-französischen Freundschaft auseinandergesetzt habe, war es großartig mitzuerleben, was in der gemeinsamen Arbeit in verschiedenen Bereichen möglich ist. Insgesamt war ich von dem großen Einsatz und stetigen Engagement der MdB aller freiheitlich-demokratischen Fraktionen für die Gesellschaft, Freiheit und Gerechtigkeit beeindruckt.

Für all diese eindrucksvollen Erfahrungen, die tolle Zusammenarbeit und Betreuung möchte ich mich bei Herrn von Marschall und seinem Team sehr herzlich bedanken.

An den Erzeugergroßmarkt liefern kleine und große Landwirte ihre Erzeugnisse. Bei meinem Betriebsbesuch war ich besonders von der guten Vernetzung der Händler und Landwirte in der Region beeindruckt. Deutlich wurde auch, dass neben zahlreichen Nebenerwerbslandwirten insbesondere auch große Betriebe die Wettbewerbsfähigkeit unserer regionalen Landwirtschaft sichern. In der politischen Arbeit sind Hilfen bei Frostschäden und anderen unvorhersehbaren Ereignissen nur ein kleiner Teil. Der kontinuierliche Austausch über die Bedingungen ist mir gerade in der Corona-Pandemie wichtig. Gemeinsam wollen wir auch in Zukunft dafür sorgen, dass die Bedingungen für unsere Landwirte besser werden und moderne Anforderungen an Erzeugung und Handel wirtschaftlich und flexibel umsetzbar sind. Unser Ziel ist es, weiterhin Produkte aus Südbaden in unseren Supermärkten kaufen zu können.

Ein spannender Termin bei der Spindiag GmbH in Freiburg. Das Unternehmen hat in der Corona-Pandemie gemeinsam mit dem Hahn-Schickard-Institut in Freiburg in nur wenigen Monaten einen Vor-Ort-Schnelltest bis zur Marktreife gebracht. Das schnell wachsende Medizintechnik-Startup bietet mit dem Point-of-Care Testsystem zum Nachweis von bakteriellen und viralen Krankheitserregern eine wirkliche Innovation an. Die Kreativität in der Entwicklung und die Praktikabilität in der Anwendung haben mich beeindruckt.

Einzelhändler prägen mit ihrer Kreativität, Tat- und Innovationskraft unsere Innenstädte. Die Corona-Pandemie hat sie dabei vor enorme Probleme gestellt. Die Situation in Freiburg habe ich mir heute mit Philipp Frese, Präsident des Handelsverbandes Südbaden, angeschaut. In Freiburg war die Pandemie Brandbeschleuniger für die vielen Ergebnisse verfehlter kommunaler Standortentwicklung. Erfolgreiche Mittelständler wie Kaiser Mode, das Freiburger Leder Haus, die Ramsperger – Freiburger Messerschmiede und der Haushaltshändler Schafferer sind ein wichtiger Teil unserer südbadischen Identität. Sie kämpfen aber ebenso wie der Big Player Breuninger mit schleppenden Verwaltungsverfahren und großen bürokratische Hürden.Mich haben die starken und kreativen Unternehmer beeindruckt, die – trotz aller Widrigkeiten – ihr Unternehmen mit fähiger und sicherer Hand auch durch Krisen steuern. Sie haben unsere politische Unterstützung verdient. Wir müssen ihrer Tat- und Innovationskraft Raum zur Entfaltung geben. Dafür setze ich mich ein.

„Wie schön, dass mer uns wieder mal sehn, gell!“ so begrüßte mich Dompfarrer Gaber oft. Der Blick aus seinen fröhlichen blauen Augen ging direkt ins Herz seines Gegenübers. Wer dies wahrnehmen wollte, der spürte darin immer auch die Liebe Gottes zu uns Menschen. Danke, lieber Wolfgang, dass Du uns so reich beschenkt hast!

Das Bild entstand bei der Feier zu Ehren von Prof. Wolfgang Jäger im September 2020, bei der Prof. Norbert Lammert die Laudatio hielt.

Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat heute 180.000 Euro für eine Machbarkeitsstudie zur Klimaanpassung in Freiburg bewilligt. Es freut mich, dass wir aus Berlin die Erprobung innovativer Lösungen zur Klimaanpassung ermöglichen können. Freiburg kann so an heißen Sommertage noch lebenswerter werden.

Die Machbarkeitsstudie sucht nach Lösungen, um die Temperatur an Hitze-Hotspots zu regulieren. Sie soll konkret umsetzbare Maßnahmen im Stadtgebiet aufzeigen. Dazu werden Konzepte entwickelt, um Verschattung, Biodiversität und den Biotopverbund im urbanen Gebiet zu verbessern.

Wir müssen uns an das sich ändernde Klima anpassen. Eine Regulierung der Temperatur im Stadtgebiet verbessert den Alltag der Menschen in Freiburg spürbar. Sie gelingt, indem wir das urbane Klima in Freiburg besser verstehen und nach konkreten Lösungen suchen, um die Temperatur an besonders heißen Orten zu senken. Die Machbarkeitsstudie der Stadt Freiburg leistet dazu einen wichtigen Beitrag. Die Bundesförderung ermöglicht es nun, konkrete Maßnahmen in Freiburg zu erproben.

Mit 24.026 Euro unterstützt Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner, in Zusammenarbeit mit der Kulturstaatsministerin Monika Grütters, das Kaiserstühler Weinbaumuseum in Vogtsburg-Achkarren – dies teilte der Freiburger Wahlkreisabgeordnete Matern von Marschall mit. Von Marschall: : „Die Arbeit unserer Winzer prägt die einzigartige Kulturlandschaft am Kaiserstuhl in unserer südbadischen Heimat. Diese Tradition wird im Kaiserstühler Weinbaumuseum erlebbar gemacht. Die Bundesförderung ist ein großer Schritt, damit  neben der täglichen Arbeit unserer Winzer auch die Bewahrung und Darstellung der Tradition gewürdigt wird.“


Matern von Marschall betonte, dass die Förderung gerade in der aktuellen Situation eine Investition in das von ehrenamtlich Engagierten getragenen Museum sei. Die Unterstützung der Landwirtschaftsmuseen in ländlichen Räumen ist Teil des „Soforthilfeprogramms Heimatmuseen und landwirtschaftliche Museen 2021“ der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM). Damit können die vielfach ehrenamtlich getragenen Museen in ländlichen Räumen ihre wertvolle Arbeit auch in Zukunft aufrechterhalten.

In der heutigen Sitzung des deutsch-franzöischen Ausschusses für grenzüberschreitende Zusammenarbeit wurde ich beauftragt, den Zukunftsprozess Fessenheim voranzutreiben. Hindernisse auf dem Weg zu einem gemeinsamen Innovationszentrum Wasserstoff gilt es aus dem Weg zu räumen. Das geht nur, wenn wir ein Verständnis für die Interessen unserer französischen Partner entwickeln. Als Vermittler möchte ich einen Beitrag dazu leisten, dass wir bald gemeinsam den nächsten Schritt in Fessenheim gehen und in konkrete Planungen einsteigen können. Mittel für das Vorhaben können aus dem EU Next Generation Fund kommen. Das hatte die Bundeskanzlerin gegenüber den Abgeordneten des Bundestages in einer Regierungsbefragung bereits deutlich gemacht.

Anlässlich das Kabinettbeschlusses zum Klimaschutzgesetz hatte sich Fridays for Future Freiburg in einem offenen Brief an mich als Freiburger Wahlkreisabgeordneten gewandt. Der Missbrauch der eigenen Reichweite im öffentlichen Diskurs zu Gunsten antisemitischer und antiisraelischer Aggressionen einzelner Aktivisten oder ganzer Gruppierungen durch die globale Fridays for Future Sektion delegitmiert den Einsatz für Klimaschutz. Ich erwarte, dass die deutsche Sektion und damit auch die Freiburger Gruppe, sich sofort von der in Teilen offenkundig antisemitischen und antiisraelischen Bewegung trennt. Fridays for Future muss sich auf Klimaschutz konzentrieren, andernfalls kann die Organisation jedenfalls für mich kein Gesprächspartner mehr sein.

Was den Klimaschutz betrifft ist mein Ziel gemeinsam mit meinen Kollegen in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Deutschland zu einer klimaneutralen Industrienation zu machen, die mit guten Jobs und zukunftsweisenden Innovationen wettbewerbsfähig ist. Dafür werden wir das Klimaschutzgesetz der Bundesministerin Svenja Schulze in den letzten Sitzungswochen der Wahlperiode noch verbessern.

Als Mitglied des Auswärtigen Ausschusses engagiert sich Matern von Marschall (CDU) für eine Waffenruhe im Nahen Osten:

„Die Eskalation der Gewalt in Israel und Gaza schockiert mich zutiefst. Der Raketenbeschuss auf Israel durch die terroristische Hamas muss umgehend aufhören. Wir stehen in dieser bedrohlichen Lage fest an der Seite Israels. Deutschland muss seinen Teil dazu beitragen, dass die Gewalt ein Ende findet. Mit einer klugen Außenpolitik, die die Betroffenheit beider Seiten im Blick behält. Ziel bleibt eine Zwei-Staaten-Lösung für Israel und Palästina.

Inakzeptabel sind in diesem Zusammenhang der offen und ungehemmt zur Schau gestellte Antisemitismus und Antizionismus in Deutschland. Zur deutschen Staatsräson gehört neben der Sicherheit des Staates Israel auch die Sicherheit jüdischer Bürger in Deutschland. Es bestürzt mich, dass in Freiburg an dem Ort, an dem im November 1938 die Alte Synagoge von der SS in Brand gesetzt wurde wurde, nun unter dem Slogan „Israel ist kein Land“ demonstriert wird. Ressentiments tragen nicht zur Lösung des Konfliktes bei. Antisemitismus hat in Deutschland keinen Platz. Besonders enttäuschend ist das Agieren der Türkei in dieser Frage. Türkische Medien, die auch in Deutschland stark genutzt werden, verbreiten antisemitische Hetze. Der türkische Staatspräsident Erdogan gießt immer weiter Öl ins Feuer, statt beschwichtigend zu regieren. Wir brauchen die Türkei als Vermittler, nicht als Brandstifter. Ich fordere die deutsche Bundesregierung auf, klare Worte gegenüber der Türkei zu finden und sie zur Einstellung ihrer Propaganda aufzufordern.“