100 Jahre Wahl zur verfassungsgebenden Nationalversammlung

Ein Meilenstein deutscher Demokratiegeschichte 

Freiburg. Die beiden Bundestagsabgeordneten Matern von Marschall (CDU) und Peter Weiß (CDU) erinnerten am Samstag, 19. Januar an die Wahl zur verfassungsgebenden Weimarer Nationalversammlung vor 100 Jahren. Auf dem Freiburger Hauptfriedhof besuchten sie die Grabstätten der Zentrumspolitiker Constantin Fehrenbach und Joseph Wirth.

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Matern von Marschall war während des Gemeindebesuchs in Ihringen gemeinsam mit den örtlichen Gemeinderäten Jürgen Schneider (CDU) und Susanne Bremer (SPD) zu Gast bei Bürgermeister Benedikt Eckerle. Anschließend besuchte der Bundestagsabgeordnete das Unternehmen „Hella Gutmann Solutions GmbH“.

Zu Gast im Ihringer Rathaus

Zum ersten Mal traf sich von Marschall mit dem neu gewählten, 25-jährigen Ihringer Bürgermeister Benedikt Eckerle vor Ort. In diesem Gespräch verwies von Marschall auf den frisch unterzeichneten Koalitionsvertrag: Die Koalitionsverhandlungen, welche „stark länderbasiert geführt wurden“, enthielten auch kommunalpolitische Schwerpunktthemen. Beispielweise sei das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) um eine Milliarde aufgestockt worden. Auch sei viel Geld in das digitale Bürgerportal und die Digitalisierung der Schulen investiert worden. Kommunale Förderprogramme, die für Bürgermeister Eckerle und seine Gemeinde von besonderem Interesse sind, bieten z.B. die Möglichkeit angemessene Schulsanierungen durchzuführen oder Gebäude zu erhalten. Mit neuer Zuversicht verweist Bürgermeister Eckerle auf den nicht so guten Zustand der Schulhalle der Neunlindenschule in Ihringen: „Diese Sporthalle ist ein wichtiger Bestandteil und Mittelpunkt der Gemeinde – sei es für SchülerInnen oder auch für die Vereine, die dort trainieren“. Zudem wurde in der Konversation deutlich, dass Südbaden eine sehr attraktive Region für Menschen  von nah und fern ist. Dabei stellt die wachsende Tourismusbranche die Gemeinde Ihringen auch vor Herausforderungen. Dazu gehört beispielsweise die Zunahme des Straßenverkehrs. Die Gemeinde Ihringen blickt positiv in die Zukunft, steht aber gleichermaßen vor großen Aufgaben. Während des Gesprächs wurden wichtige Zukunftsthemen der Gemeinde angesprochen: Unter anderem die Auswirkungen des Zug- , LKW- und PKW-Verkehrs in der Region Freiburg und vor allem der Ausbau der B 31 West wie auch der Bahnstrecke Freiburg-Colmar, für die sich von Marschall stark machen möchte. Auch die Bürgerinnen und Bürger waren Gegenstand des Gesprächs. Der Europapolitiker ermutigte Bürgermeister Eckerle interkommunal mit den Bürgermeistern der Gemeinden im Umland zusammenzuarbeiten und vor allem Themen, die das deutsch-französische Verhältnis betreffen, zu sammeln, anzusprechen und bei Bedarf zu vertiefen. Anstoß dazu gab Kanzlerin Merkel durch die diesjährige Jahresfeier – 55 Jahre Elysee Vertrag.

Im Anschluss an das Gespräch im Rathaus besichtigte Matern von Marschall gemeinsam mit Bürgermeister Benedikt Eckerle und den örtlichen Gemeinderäten Jürgen Schneider (CDU) und Susanne Bremer (SPD) das Unternehmen „Hella Gutmann Solutions GmbH“, welches im Industriegebiet von Ihringen liegt und Turbos, Abgasreduktionssysteme, AU-Tester und Diagnosegeräte baut. „Der Zusammenschluss von Gutmann Messtechnik mit dem Familienunternehmen HELLA KGaA war im Jahr 2008 die logische Konsequenz zur Ergänzung der beiden Kompetenzfelder“, laut Rolf Kunold, Geschäftsführer der Firma. Bei der Besichtigung erörterten die Politiker mit ihm und Produkt Manager, Fabian Bierenstiel, die aktuellen Herausforderungen. Wie bei vielen weiteren Unternehmensbesuchen wurde auch bei „Hella Gutmann Solutions GmbH“ deutlich, dass es immer schwieriger wird, junge Menschen für einen Ausbildungsberuf zu begeistern. Von Marschall möchte sich dafür einsetzen, „dass unsere Region hier in Südbaden weiterhin attraktiv ist und bleibt“.

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Politische Bildungsreise nach Berlin vom 06. – 09. Juni 2018

mit Besuch im Deutschen Bundestag & Führung im Bundeskanzleramt und Informationsgespräch im Innenministerium

Als Ihr direkt gewählter Abgeordneter im Wahlkreis Freiburg, darf ich Sie herzlich zur nächsten politischen Bildungsfahrt nach Berlin vom Mittwoch, 06. Juni bis Samstag, 09. Juni 2018 einladen. Eingeladen sind alle Bürgerinnen und Bürger. Erleben Sie die Orte, an denen Politik entsteht. Besuchen sie live eine Parlamentsdebatte im Plenum des Deutschen Bundestages und treffen Sie im Anschluss Ihren Abgeordneten im Deutschen Bundestag zu einem Gespräch. Ein weiterer politischer Höhepunkt ist der Besuch des Bundekanzleramtes mit einer Führung und das Informationsgespräch im Innenministerium.

Zudem haben Sie die Möglichkeit, Berlin während einer geführten Stadtrundfahrt kennenzulernen. Zeit für eigene Erkundungen wie auch zum Shoppen wird ebenfalls ausreichend gegeben sein.

Die Kosten für Fahrt und Übernachtung betragen pro Person im Doppelzimmer 329,- Euro (EZ-Zuschlag 86,- Euro). Den Anmeldebogen sowie das Programm können Sie hier als PDF downloaden. Anmeldungen sind bis 27. April 2018 über den Reiseveranstalter Hauptstadtreisen.com über die Telefonnummer: 030/69 200 61 72 möglich. Die Gruppengröße ist auf 30 Teilnehmer begrenzt.

Hier können Sie das Programm downloaden: Programm

Hier können Sie das Anmeldeformular downloaden: Anmeldeformular

Hier können Sie den Flyer downloaden: Flyer

Bei der heutigen Abstimmung über die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare habe ich mit „nein“ gestimmt. Dabei geht es nicht darum, gleichgeschlechtlichen Partnerschaften etwas vorzuenthalten, sondern um mein Verständnis des Begriffes Ehe. Der Begriff der Ehe bezeichnet religions- und kulturgeschichtlich eindeutig die Verbindung von Mann und Frau. Das Bundesverfassungsgericht und auch der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte haben diese Definition bekräftigt und damit auch die besondere Schutzwürdigkeit der auf mögliche Nachkommen angelegten Ehe und Familie gemäß Artikel 6 GG gestärkt. Insoweit halte ich die Abstimmung über eine Änderung im BGB ohnehin für nicht verfassungsgemäß. Eine Öffnung der Ehe würde deshalb nach meiner Überzeugung also zunächst eine Grundgesetzänderung erforderlich machen. Das Mehrheitsvotum des Parlaments respektiere ich gleichwohl. Umgekehrt erhoffe ich mir aber auch Respekt für all diejenigen, die wie ich, eine andere Sichtweise vertreten. Der wechselseitige Respekt vor unterschiedlichen Auffassungen ist ein Grundprinzip unserer Demokratie, dem will ich auch weiterhin Rechnung tragen. Nur so ist gesellschaftlicher Frieden auf Dauer zu gewährleisten.

Verehrte Frau Präsidentin, herzlichen Dank. – Damit es einmal gesagt ist: Die Bundeskanzlerin trifft sich zu dieser Stunde mit ihren Kollegen beim Europäischen Rat. Deswegen kann sie nicht hier sein. – So weit zur Kritik aus dem linken Spektrum des Parlaments.

Ich finde es bemerkenswert, Herr Kollege Hofreiter, Herr Kollege Hunko, dass Sie den Mut haben – was die Grünen angeht, gerade angesichts sinkender Umfragewerte -, transparent zu machen, was Ihr Wahlprogramm ist, nämlich zulasten Deutschlands an andere europäische Länder Geld zu zahlen.

Das verbirgt sich nämlich hinter dem Begriff Schuldenschnitt. Es ist sehr bemerkenswert, dass Sie das so deutlich in Ihren Wahlkreisen sagen.

Ich bin sicher, das wird die Umfragewerte noch weiter nach unten treiben. Sagen Sie das nur deutlich genug.

Ich komme zur europäischen Arbeitslosenversicherung, einem Lieblingsthema auch von Teilen der SPD. Erklären Sie bitte einfachen Arbeitern in Ihrem Wahlkreis, dass sie anderen Ländern in Europa, die ihre Hausaufgaben nicht gemacht haben und nicht wettbewerbsfähig sind, zusätzlich die Arbeitslosenversicherung bezahlen sollen. Ich bin ziemlich sicher, dass das ein willkommener Grund ist, die Umfragewerte Ihrer Parteien weiter nach unten zu drücken.

Also bitte: Kommunizieren Sie auch das!

Herr Schneider, Sie haben völlig richtig gesagt, Herr Macron habe nie die Einführung von Euro-Bonds gefordert. Die Einführung von Euro-Bonds hat Herr Schulz gefordert. Das sei in Erinnerung behalten!

Frau Kollegin Glöckner von der SPD, wenn Sie sagen, das Spargebot führe in die Wachstumsfalle, dann erklären Sie bitte den Wählerinnen und Wählern, was Sie damit meinen, im Zweifelsfalle wohl eine Vergemeinschaftung der Schulden, ebenfalls zulasten Deutschlands. Erklären Sie bitte auch das Ihren Wählerinnen und Wählern, und schauen danach bitte erneut auf Ihre Umfragewerte.

Und jetzt kommen wir zu Helmut Kohl, dem wir heute Morgen in diesem Hause in großer Würde gedacht haben.

Herr Kollege Körber, ich finde es sehr bemerkenswert, dass Sie dankbar an Helmut Kohl erinnert haben.

Besonders unschön dagegen fand ich den Zwischenton der schwäbischen Kollegin Hänsel, die das mit einer gewissen Despektierlichkeit kommentiert hat. Das möchte ich, auch wenn es nicht in Worte zu fassen ist, hier in Erinnerung rufen. Das war mehr als peinlich. Sie ist aber nicht mehr anwesend, um diese Anmerkung entgegenzunehmen.

Die Welt hat sich, seit Helmut Kohl uns das Geschenk gemacht hat, die deutsche Wiedervereinigung untrennbar mit der europäischen Einheit zu verknüpfen, rasant verändert. Wir müssen die Herausforderungen der Gegenwart, die von der Digitalisierung gekennzeichnet ist – im Guten wie im Schlechten -, annehmen, und dazu brauchen wir Stärke, Kraft und Geschlossenheit in Europa. Deswegen ist es für uns von außerordentlicher Bedeutung, dass insbesondere unsere französischen Nachbarn – wir erinnerten uns heute Morgen auch an das berühmte Bild von Helmut Kohl und Mitterand 1984 in Verdun – wieder an Kraft gewinnen, und das werden sie dank der von Macron angekündigten Reformen können.

Von linker Seite ist schon kritisch angemerkt worden, es könnte sich dabei um so etwas wie die Schröder’sche Reformagenda handeln. Ich wäre ausgesprochen dankbar, wenn es sich um eine derartige Reformagenda handeln würde. Die parlamentarische Mehrheit dafür ist vorhanden. Ob allerdings Macron in der Lage sein wird, den erwartbaren Protesten auf der Straße kraftvoll zu begegnen und seine Agenda durchzuhalten, bleibt abzuwarten. Wir wünschen ihm das sehr. Wir würden uns im Übrigen auch wünschen, dass die Kolleginnen und Kollegen von SPD das so sehen und sich hinter die Reformen stellen, weil sie genauso wie die Reformen, die Gerhard Schröder seinerzeit mit großem Erfolg auf den Weg gebracht hat, in Frankreich Erfolg bringen könnten.

Denn nur ein gemeinsames starkes Europa, in dem wir nicht alleine eine Führungsrolle übernehmen wollen, sondern in dem wir „als gleichberechtigtes Glied in einem vereinten Europa dem Frieden der Welt“ dienen, wie es in der Präambel des Grundgesetzes heißt, kann uns in die Zukunft führen. Dafür werbe ich, ich hoffe, in Ihrer aller Namen.

Wie steht es um die künftige transatlantische Zusammenarbeit? Welche Auswirkungen hat Donald Trumps politische Agenda America first auf die deutsch-amerikanischen Beziehungen? Welchen Wert haben langbewährte Bündnisse wie die NATO für die neue US-Regierung? Gemeinsam mit dem vielfach ausgezeichneten Washington-Korrespondenten Dr. Christoph von Marschall sprach der Freiburger CDU-Bundestagsabgeordnete Matern von Marschall auf Einladung des Regionalbüros Südbaden der Konrad-Adenauer-Stiftung in den Räumlichkeiten der Insel vor zahlreichen Zuschauern über diese und andere Fragen.

Fest steht schon jetzt: Die Zusammenarbeit wird auf die Probe gestellt. Aber: „Nicht alles, was Donald Trump sagt, ist falsch“, betonte Christoph von Marschall gleich zu Beginn seines Vortrags. Auch Matern von Marschall mahnte zur Besonnenheit gegenüber dem neuen Präsidenten „Über seinen Stil und politische Zielsetzungen kann man streiten, aber nach wie vor sind die USA ein enger Partner und Verbündeter Deutschlands und Europas und Trump der für vier Jahre gewählte Präsident.“ Auch seien kulturelle Unterschiede zwischen den USA und den Europäern oftmals Ursache für unterschiedliche Interessen und Prioritäten der Partner. Dies zeigt sich immer wieder an den Vorstellungen über die jeweiligen Rollen bei der NATO. Von US-Seite werden immer wieder Forderungen erhoben, dass die Europäer mehr für Rüstung investieren müssen, während die Europäer auf ein klares Bekenntnis zum Beistandsartikel des NATO-Vertrages drängen.

Die Chancen einer Initiierung eines Amtsenthebungsverfahrens gegen Trump (Impeachment) sah Christoph von Marschall angesichts der geringen Unterstützung von lediglich einzelnen demokratischen Abgeordneten als sehr gering an. Auf ein entsprechend erfolgreiches Impeachment-Verfahren in den USA wartet man noch heute. Bislang wurden nur zwei Präsidenten (Andrew Johnson und Bill Clinton) angeklagt. Beide wurden nicht verurteilt.

Nichtsdestotrotz wird klar, dass die europäischen Partner enger zusammenstehen müssen. Mit den nun beginnenden Brexit-Verhandlungen und einem diplomatischen Tauziehen mit dem ebenfalls wichtigen NATO-Partner Türkei steht Europa vor großen Herausforderungen. Die Ergebnisse der französischen Parlamentswahlen, die dem pro-europäischen Präsidenten Macron noch einmal gestärkt haben, sind daher ein gutes Signal für Europa.

 

 

Der Freiburger CDU-Bundestagsabgeordnete Matern von Marschall hat betroffen auf die Nachricht vom Tod des ehemaligen Bundeskanzlers und langjährigen CDU-Parteivorsitzenden Helmut Kohl reagiert.

„Die Nachricht vom Tod Helmut Kohls hat mich sehr getroffen. Wir haben heute einen großen deutschen Staatsmann und Europäer verloren.

In seiner 16-jährigen Kanzlerschaft kämpfte Helmut Kohl unermüdlich für die Überwindung der deutschen Teilung und ein geeintes Europa. 1989 fiel die Mauer und der Ost-West-Konflikt fand damit ein friedliches Ende. Kohls Engagement für eine enge deutsch-französische Freundschaft, die zum Motor der europäischen Integration wurde, seine hohe Glaubwürdigkeit in Washington und sein diplomatisches Geschick in Moskau und den Hauptstädten der damaligen Warschauer Pakt-Staaten legten dafür entscheidende Grundlagen. Für sein Wirken wurde Helmut Kohl seit 1990 jedes Jahr erneut für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen und 1998 vom Europäischen Rat zum Ehrenbürger Europas ernannt.

Auch lange nach seinem Ausscheiden aus den politischen Ämtern verfolgte Helmut Kohl die Entwicklung Europas und ein entsprechend aufmerksamer und kritischer Beobachter des politischen Geschehens.

Er wird fehlen.“

„Wir haben heute auf Vorschlag unseres Fraktionsvorsitzenden Volker Kauder die Querschnitts-Arbeitsgruppe (AG) Türkei konstituiert. Darin werden wir ausschussübegreifend – zusammen mit dem Auswärtigen Ausschuss, dem Verteidigungs-, Entwicklungs-, Innen- und Menschenrechtsausschuss – einen Leitfaden für eine Neuorientierung der deutsch-türkischen Beziehungen erarbeiten.“, erklärt der Türkei-Experte und EU-Politiker von Marschall. „Die Leitung übernehmen Europa- und Auswärtiger Ausschuss gemeinsam.“

Angesichts der aktuellen Entwicklungen in der Türkei nach dem Verfassungsreferendum wird die AG sich mit der Frage befassen, wie künftig mit der Türkei umgegangen werden soll. Die Beziehungen zur Türkei sollen anhand dieser parlamentarischen Begleitung auf eine tragfähige Grundlage gestellt werden. Die AG wird hierfür Schwerpunktthemen fixieren. Darunter fallen Fragen zu den politischen wie wirtschaftlichen Folgen des Referendums, zu alternativen Modellen einer multilateralen Partnerschaft und zur Flüchtlingssituation. Ebenso wird eine mögliche Modernisierung des EU-Türkei Handelsabkommens, eine Einbeziehung der Türkei in die Gemeinsame Verteidigungspolitik der EU, und die Stärkung der Zivilgesellschaft von Relevanz sein.

„Wir stehen in keinem einseitigen Abhängigkeitsverhältnis, vielmehr brauchen wir uns gegenseitig. Gute Beziehungen zur EU und insbesondere zu Deutschland sind für die Türkei von erheblicher Bedeutung. Ein großer Teil ausländischer Direktinvestitionen in die Türkei kommt aus der EU. Die Wirtschaft und der Tourismus sind besonders wichtig für das Land, das weiß auch ihr Präsident.“, betont von Marschall.

Auch wenn die derzeitigen Beziehungen angespannt sind, die türkische Seite ist bestrebt, „Schnittmengen zu finden und will keinen Bruch“, so die Staatsministerin im Auswärtigen Amt, Maria Böhmer, ebenfalls Mitglied in der AG Türkei.

Obwohl sich die Türkei durch die vorgesehenen Verfassungsänderungen und ihrer Realpolitik schrittweise von Europa entfernt, bleibt sie weiterhin ein außen- und sicherheitspolitisch wichtiger Partner in der Region. Als zweitgrößte Armee innerhalb der NATO muss auch ihre Zuverlässigkeit in diesem Verhältnis geprüft werden. Diesen aktuellen und wichtigen Aufgaben werden sich die Mitglieder der AG stellen.

Von großer Bedeutung ist auch die Situation der in Deutschland lebenden Türken: Konflikte zwischen den ethnischen und religiösen Gruppen dürfen nicht eskalieren. Es gilt, den inneren Frieden zu bewahren.

Am Beispiel der Türkei zeigt sich mehr denn je, dass Innen- und Außenpolitik nicht voneinander zu trennen sind. „Wir können uns unsere Nachbarn nicht aussuchen, wir müssen konstruktiv und pragmatisch zusammenarbeiten. Zu unserem Wohl und zum Wohl der Menschen dort.“, betont von Marschall.

 

Wir haben in dieser Legislaturperiode viel zum Thema Rente umgesetzt. Jetzt stärken wir mit der Betriebsrente das Zusammenspiel von gesetzlicher Rentenversicherung und ergänzender Altersvorsorge.

Die weiterentwickelte Betriebsrente ist nun ein attraktives Angebot an diejenigen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die bisher noch gezögert haben, ihre Alterssicherung auf eine weitere Säule zu stellen. Derzeit haben rund 60 Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland Anspruch auf eine Betriebsrente. Mit Zuschüssen und Steuervorteilen erhöhen wir die Bereitschaft zur ergänzenden Sicherung des Alterseinkommens.

Insbesondere Geringverdiener profitieren von dem neuen Betriebsrenten-Förderbetrag. Bei Einkommen bis zu 2.200 Euro brutto im Monat bezuschussen wir einen Arbeitgeberbeitrag zur Betriebsrente von bis zu 480 Euro im Jahr mit bis zu 144 Euro. Für Geringverdiener wird eine Betriebsrente attraktiver, weil bis zu 200 Euro im Monat nicht mehr mit der Grundsicherung im Alter verrechnet werden. Wer vorsorgt, bekommt mehr.

Auch der staatliche Zuschuss zur Riester-Rente steigt um 21 Euro auf 175 Euro pro Jahr. Die betriebliche Altersversorgung soll künftig zusätzlich über Tarifverträge ausgebaut werden. Die Arbeitnehmer sollen, begrenzt auf ein neues Sozialpartnermodell, auf eine Garantie verzichten, wie hoch die Betriebsrente am Ende ausfällt. Den Beschäftigten wird stattdessen eine Zielrente angeboten. Die neue Betriebsrente ohne Garantien ist ein Vertrauensvorschuss an die Tarifvertragspartner, an Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Es ist jetzt ihre Aufgabe, dafür zu sorgen, dass das Vertrauen in die Sicherheit des neuen Modells gerechtfertigt bleibt. Uns ist wichtig, dass sich kleine, nicht-tarifgebundene Betriebe dem neuen Modell anschließen können und dass es gut funktionierende, bestehende Betriebsrentensysteme nicht verdrängt.

Die CDU-Landesgruppe Baden-Württemberg im Deutschen Bundestag hat in der letzten Sitzung gefordert, Bauern und Winzer in Baden-Württemberg zu unterstützen.

Matern von Marschall, CDU-Bundestagsabgeordneter aus Freiburg erklärte dazu: „Mir ist bewusst, dass der starke Frosteinbruch im April dieses Jahres im Obst- und Weinbau schwere Schäden verursacht hat. Ich sehe mit großer Sorge, dass aufgrund des zu erwartenden Einnahmerückgangs viele mittelständische Familienbetriebe des Obst- und Weinbaus in Deutschland in Existenznot geraten.

Als Badener weiß ich: Diese Sonderkulturbetriebe sind für Arbeitsplätze und Wertschöpfung im ländlichen Raum unverzichtbar. Zudem leisten sie einen wichtigen Beitrag, unsere Kulturlandschaft zu bewahren und die Verbraucherinnen und Verbraucher mit hochwertigen heimischen Lebensmitteln zu versorgen.

Deshalb setze ich mich, gemeinsam mit meinen engagierten Kollegen der CDU-Landesgruppe Baden-Württemberg, mit Nachdruck dafür ein, den frostgeschädigten Betrieben unbürokratisch zu helfen und in Zukunft Landwirten die eigene Risikovorsorge zu erleichtern. Die Landesregierung hat finanzielle Hilfen schon ermöglicht, da es sich aber um ein deutschlandweites Schadensereignis handelt, fordern wir den Bund auf, ebenfalls zu helfen und wollen entsprechende Maßnahmen im neuen CDU-Regierungsprogramm für die Bundestagswahl 2017 verankern.“

Im von der Landesgruppe beschlossenen Papier wird gefordert, dass aufgrund zunehmenden Wetterextreme die Risikovorsorge in der Landwirtschaft auf eine neue Grundlage gestellt werden muss. Das Papier wurde in der Landesgruppensitzung Kanzleramtschef Peter Altmaier übergeben, der für die Entwicklung des CDU-Regierungsprogramms verantwortlich ist.

„Wir fordern die CDU Deutschlands daher auf, zu handeln und im Regierungsprogramm für die Bundestagswahl 2017 folgende Maßnahmen vorzusehen:

  • Weiterentwicklung und Entfristung der von der Union eingeführten steuerlichen Tarifglättung zu einem wirksamen Instrument der betrieblichen Risikovorsorge.
  • Mehrgefahrenversicherungen verbessern: Entwicklung und Förderung von geeigneten Versicherungslösungen für den gesamten Obstbau, damit sich mehr Landwirte besser gegen natürlich bedingte Ertragsausfälle absichern können.
  • Beihilfen im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe für Agrarstruktur und Küstenschutz (GAK): Investitionen in Frostschutzanlagen fördern.
  • In der Pflanzenzüchtung Resistenzen gegen Extremwetterlagen voranbringen und Anbautechniken an den Klimawandel anpassen: Durch Forschung und Innovation praxisgerechte Lösungen entwickeln, damit sich Landwirte wirksamer gegen Frost, Starkregen, Hagelschlag, Trockenheit und Stürme schützen können.“